Kirchengemeinde auf dem Weg – Neues aus Gemeinde und Presbyterium


9. Juni 2021


  • Seit Pfingsten feiern wir wieder Gottesdienst in den Kirchen. Es schön, wieder zusammen zu kommen. Aber da noch lange nicht alle geimpft und weiterhin Gefährdungen da sind, ist weiterhin Vorsicht geboten und die gewohnten Regeln sind einzuhalten – z.B. das Tragen einer medizinischen Maske und der Verzicht auf Gemeindegesang, außerdem Abstand halten usw. usf.
  • Wieder aufgenommen werden nun auch die ökumenischen und evangelischen  Gottesdienste im Ev. Altenheim Bodelschwingh & Bavier, im Rosenhof und im CBT-Haus St. Johannes.
  • Eine Wiederaufnahme der Gruppen und Kreise ist noch noch nicht in Sicht, denn dafür können und wollen wir nicht verantwortlich Testergebnisse und Impfausweise überprüfen.
  • Also üben wir uns weiter in Flexibilität und Geduld – wie übrigens alle, die jetzt noch nicht wieder von schönen Reisen und anderen Freiheiten berichten können, nachdem sie mit Rücksicht gerade auf die Älteren und Gefährdeten in all den letzten Monaten strengen Verzicht und Geduld geübt haben.
    Ich rede besonders von den Kindern und Jugendlichen in unserer Gemeinde, die aus meiner Sicht mit ihren Familien die größte Last der Krise tragen und getragen haben. Gottesdienste der Schule und in der Gemeinde sind nur höchst begrenzt und draußen möglich und nicht zu vergleichen mit dem, was andere erleben konnten. Und trotzdem höre ich aus diesen Jahrgängen kaum jemals Klagen – das ist ganz bemerkenswert!
    Ebenso die Ältesten unserer Gemeinde, die auf Besuche und Nähe lange verzichten mussten, von Urlaub und Kulturveranstaltungen ganz zu schweigen – auch sie haben diese Einschränkungen mit vorbildlicher Geduld getragen!
  • Der Sommer bringt uns nun wieder nach draußen. Frau Kisilev stimmt nach jedem Sonntagsgottesdienst beim offenen Singen vor der Kirche die Lieder aus dem Gottesdienst an, die dort unser bewährtes und unverändert treues Vokalensemble vorsingt – Woche für Woche.
    Auch der Chor Mixtour unter der Leitung von Frau Nink wird draußen seine Proben wieder aufnehmen und wir freuen uns auf einen beschwingten Gottesdienst mit ihm eines Tages, vielleicht mit den Ende April Konfirmierten, mit denen wir dann auch wieder Gesang und Abendmahl feiern wollen.
    Wir haben also viele Pläne.
  • Am meisten sehnen wir uns danach, den Konfirmandenunterricht nicht mehr als Videokonferenz stattfinden lassen zu müssen: Insgesamt 33 Jugendliche, davon 19 Jungen und 14 Mädchen, 13 aus Unterbach, 11 aus Unterfeldhaus und 9 aus Alt-Erkrath machen das Beste aus der Lage und lernen zur Zeit unseren Gemeindebrief, die Internetseite und ihre eigene Bibel besser kennen. Einander persönlich kennen zu lernen an all den verschiedenen Standorten unserer Gemeinde – wie schön wird das sein!
  • Derweil arbeitet das Presbyterium fleißig weiter an den nötigen Umstrukturierungen der Gemeindearbeit. Die alte Bezirksstruktur ist inzwischen einer Gesamtstruktur gewichen und viele Teile der Verwaltung sind neu aufgestellt. So gehören unsere Kindergärten in Erkrath und Unterbach zu einem eigenständigen Verwaltungsverbund namens „Windrose“, sind aber unverändert Teil unserer Gemeinde und eng mit uns verbunden. Nur: auch da müssen viele Kontakte ruhen …
  • Nach der Pandemie wird vieles verändert sein. Zum Beispiel unsere Taufgottesdienste. Die aus der Not geborenen Taufgottesdienste am Samstagnachmittag haben sich so bewährt, dass wir sie beibehalten werden. Dann werden aber alle dazu eingeladen sein, nicht nur die Tauffamilien mit begrenzter Personenzahl. Und auf Wunsch und nach Absprache wird es weiterhin die Möglichkeit geben, Taufen im Sonntagsgottesdienst oder im FamGo zu feiern.
  • Eine neue Liturgie für den normalen Sonntagsgottesdienst zu entwerfen, ist derzeit noch eine größere Aufgabe …
    Andere Gottesdienstformen wird es in loser Folge geben, etwa Gesprächs- oder Literaturgottesdienste, Taizé- oder musikalische Gottesdienste, Theater- oder Jugendgottesdienste und anderes mehr. Wir suchen noch nach einer Bezeichnung, die diese Gottesdienste mit einem einladenden Begriff als „Marke“ erkennen lässt. Genannt wurde bisher: „Gottesdienst mal anders“, „Gottesdienst 2.0“, „GottesdienstPlus“. Haben auch Sie eine Anregung?
  • Das Presbyterium trifft sich nun erst wieder nach der Sommerpause im August.
    Für die Wochen bis dahin wünschen wir auch Ihnen und Euch eine gesegnete, behütete und für Leib und Seele erholsame Zeit.

Gisela Kuhn, Vorsitzende des Presbyteriums


27. Mai 2021


Vieles steht still in unserer Gemeinde – aufgrund der Corona-Bestimmungen.

Und dennoch: Vieles ist nach der Reduzierung der Pfarrstellen in Bewegung gekommen:

  • Die Corona-Bestimmungen verwehren auch weiterhin viele Begegnungen, bei Hausbesuchen und Veranstaltungen. Da das Presbyterium die Verantwortung für mögliche Infektionen trägt, hat es ständig neue Verordnungen des Landes NRW und der Evangelischen Kirche im Rheinland zu beachten. Immerhin hat es sich zur Wiederaufnahme der Gottesdienste ab Pfingsten entschieden.
  • Mit 9  Konfirmationsgottesdiensten nur mit den Familien am letzten Aprilwochenende in Unterbach und Erkrath haben wir ein überaus schwieriges Konfirmandenjahr abgeschlossen, in dem die Jugendlichen auf viel verzichten mussten. Inzwischen hat ein neuer Jahrgang angefangen, weiterhin ist der Unterricht nur als Videokonferenz erlaubt. Insgesamt sind es 33 Jugendliche aus der ganzen Gemeinde, die nun vom Team der Pfarrer/in und Jugendleiterin begleitet werden und dabei die ganze Gemeinde besser kennenlernen werden.
  • Auch in den anderen Bereichen der Gemeindearbeit ist die jahrzehntelang übliche Einteilung in „Pfarrbezirke“ inzwischen Geschichte – vom Gemeindebrief bis zur Zuständigkeit der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden.
  • Das Presbyterium hat einen neuen Ausschuss gebildet, dessen Name Programm ist: „Digitale Gemeinde“. Hier entstehen immer neue Ideen, von denen schon einige umgesetzt worden sind: eine neue Internetseite, ein Facebook-Account, die Ermutigung zu Video-Gottesdiensten. Wenn endlich die nötigen Einzelteile aus China geliefert und hier verbaut werden können, werden wir die Gottesdienste aus den Kirchen in Erkrath und Unterbach (nicht nur) in unser Ev. Altenheim auf die dortigen Fernseher übertragen können.
  • Eine Arbeitsgruppe des Presbyteriums kümmert sich um die vielen Fragen des Gottesdienstes, z.B.: Wie viele Gottesdienste kann es mit einer Pfarrerin und einem Pfarrer noch geben, in welcher Predigtstätte, in welchem wöchentlichen Takt, zu welcher Uhrzeit? Wie soll die Liturgie (der Ablauf) der Gottesdienste sein, wenn die Gemeinde wieder länger zusammen sein und auch wieder singen darf? Welche anderen Formen des Gottesdienstes könnten den Menschen gut tun und gefallen?
  • Eine andere Arbeitsgruppe arbeitet an der neuen Gemeindestruktur: An welchen der Pfarrer wendet man sich in welchem Fall? Wie gehen wir auf Neuzugezogene zu – nicht nur in dem neu entstehenden Wohngebiet „im Hochfeld“? Wie soll die Seniorenarbeit aussehen? Was ist mit weniger Personal künftig noch zu leisten und wofür müssen neue Angebote geschaffen werden? Und wäre es nicht auch schön, der Gemeinde einen neuen Namen zu geben und ein dazu passendes neues Logo?

Sie merken schon, auf dem Weg in die Zukunft ist viel zu tun. Aber die Zukunft hat schon begonnen.

Wenn es wieder möglich ist, laden wir Sie sehr gerne ein zu einer Gemeindeversammlung, um auch Ihren Rückfragen Raum zu geben. Diese richten Sie so lange und überhaupt immer gerne ans Presbyterium, postalisch oder als Email oder telefonisch.

Gisela Kuhn, Vorsitzende des Presbyteriums