Ein Reformator auf Entdeckungstour
„Heute bin ich der freundlichen Einladung von Diakonin Nicole Förster gefolgt, die mir riet, die Gemeinde noch besser kennenzulernen. So begleitete ich sie am Sonntagmorgen in den Gottesdienst im Gemeindezentrum Unterfeldhaus.
Schon beim Eintreten war ich erstaunt: Evangelische und katholische Christen teilen sich hier das Haus – welch schönes Zeichen gelebter Gemeinschaft! Das gefällt mir sehr, denn wir alle glauben doch an denselben Herrn.
Im Gottesdienst predigte Pfarrer i.R. Steffen Hunder aus Essen. Er ist der Gemeinde sehr verbunden und kommt immer wieder gern nach Erkrath – ob zum Predigen oder Feiern, wie zuletzt beim Gemeindefest im August.
Ich saß also still da, als ich plötzlich meinen eigenen Namen hörte. Tatsächlich – der Pfarrer begann seine Predigt mit einem meiner alten Sätze:
„Glauben ist, wie wenn einer aus einem dunklen Haus in die helle Sonne springt.“
Da war ich ehrlich gerührt. Zu wissen, dass meine Worte auch nach so vielen Jahren noch Herzen erreichen, das lässt mich staunen. Der ganze Gottesdienst stand unter dem Gedanken, dass Glaube eine Kraftquelle ist – ein Geschenk Gottes, das uns trägt.
Beim gemeinsamen Abendmahl war diese Kraft deutlich zu spüren. Brot, Kelch, Gemeinschaft – alles verbunden im Glauben an Christus. Danach hatte ich noch ein anregendes Gespräch mit Pfarrer Hunder. Ein kluger Kopf und zugleich ein herzlicher Mensch!
Und die Gemeinde? Freundlich und offen – nur das Tätscheln auf meinem Kopf, das hätt’s nicht gebraucht. Zum Glück kam mir der freundliche Küster Thorsten Stampehl rasch zur Hilfe und bat die Leute mit einem Schmunzeln, das lieber zu lassen. Ein wahrer Hüter der Ordnung – Gott segne ihn dafür!
Ein schöner Sonntag war’s – voller Licht, Glaube und Gemeinschaft. Ich freue mich auf weitere Begegnungen in dieser lebendigen Gemeinde.“
Euer
Martin Luther
Mal sehen, wo mich meine Reise durch die Kirchengemeinde als Nächstes hinführt…
(Fortsetzung folgt.)




