Luther bei der Kreissynode in Hilden.
„Ei, was war das für ein Tag in der Friedenskirche zu Hilden! Zur Kreissynode bin ich geladen gewesen – und ich sage euch: Man hat mich empfangen, als käme ein alter Freund zur Tür herein. Viele wünschten gar, ich möge einmal ihre Gemeinde besuchen. Wer weiß, vielleicht komme ich tatsächlich noch auf Besuchsreise im ganzen Kirchenkreis!
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Menschen heute miteinander beraten. So viel Beteiligung, so viel Verantwortung der Ehrenamtlichen! Das ist ganz nach meinem Sinn, denn die Kirche lebt davon, dass viele mitdenken – nicht nur die Hauptamtlichen.
Der Superintendent Rainer Kaspers hat mich sogar in seiner Predigt erwähnt. Ja, da wurde ich schon ein bisschen rot unter der Kutte. Und er hat sich sogar mit mir ablichten lassen – das hätte ich damals in Wittenberg auch gern öfter erlebt!
Als ich dann hörte, wie die Synode über die Zukunft der Kirche sprach – über Fusionen, Pfarrstellenplanung und das gemeinsame Ringen für morgen – da merkte ich: Hier geschieht etwas, das ich Einmütigkeit nenne.
Einmütigkeit – das ist, wenn die Menschen handeln, als hätten sie alle mit einer Stimme gesprochen. Kein Gezänk, keine Spaltung, sondern ein gemeinsamer Sinn und ein gemeinsames Herz. Wenn solch Einigkeit unter Christen zu finden ist, dann wirkt Gottes Geist mitten unter ihnen.
Ich sehe, wie weit ihr gekommen seid. Dass ihr miteinander singt, betet, lacht, arbeitet, beschließt und dabei stets die Zukunft im Blick habt – das freut mich. Die Kirche wandelt sich, ja. Aber sie bleibt lebendig, wo Menschen mutig neue Wege gehen.“
Euer Martin Luther
Fortsetzung folgt…
„Einigkeit macht stark.“ – (frei nach Luther)



