(Gibt es) Brücken in die Zukunft?
Über Brücken, Begegnungen und den Blick über den Tellerrand.
„Am Sonntag führte mich mein Weg erneut nach Unterbach in den Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Erkrath. Dort erlebte ich etwas, das mich tief beeindruckte: eine Reise – und das ganz ohne Pferd oder Wagen!
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gemeinsam über den Tellerrand schauen“ berichteten Frau Christel Powileit und Herr Bernd Dießelmann über ihre Reisen nach Bosnien-Herzegowina und Serbien. Mit eindrucksvollen Bildern, berührenden Geschichten und vielen Begegnungen nahmen sie uns mit in eine Region voller Kultur, Geschichte und Menschlichkeit.
Diese wunderbare Veranstaltungsreihe wurde übrigens von den engagierten Gemeindemitgliedern Petra Albrecht-Finklenburg und Mathilde Goletz ins Leben gerufen. Sie laden regelmäßig zu diesen besonderen Nachmittagen in den Gemeindesaal Unterbach ein – um gemeinsam Neues zu entdecken, Horizonte zu erweitern und den Glauben auch im Blick auf die Welt zu leben.
Ich sah auf den Leinwänden Städte in Bosnien: Mostar, Srebrenica und Sarajewo – und in Serbien Belgrad und Novi Sad – Orte, an denen heute Menschen verschiedener Religionen leben: Muslime, Juden, Orthodoxe und Katholiken. Besonders bewegend waren die Erzählungen über Brücken – solche, die nach den Kriegsjahren wieder aufgebaut wurden. Brücken, die verbinden, und solche, die noch immer trennen.
Wie wertvoll ist doch jede Brücke, die Menschen zueinander führt! Ich dachte bei mir: „Auch der Glaube ist solch eine Brücke – zwischen Gott und den Menschen, zwischen Herz und Hoffnung.“
Frau Powileit und Herr Dießelmann berichteten mit Herz, Humor und großem Wissen. Ihre Begeisterung steckte an, und ich merkte, wie viele in der Gemeinde offen und neugierig lauschten. Es war, als würde man durch ihre Worte selbst ein Stück Welt und Menschlichkeit entdecken.
Zum Schluss hörte ich, dass es im kommenden Februar weitergeht – eine Reise ins Westjordanland mit Dorothea Knebel. Sie wird berichten, wie eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mitten im Krieg neue Wege geht. Welch ermutigendes Zeugnis für Hoffnung und Glaube in dunkler Zeit!
Ich verließ den Saal dankbar, bereichert und einmal mehr überzeugt:
Wer über den eigenen Tellerrand schaut, erkennt, wie weit Gottes Welt ist.“
Euer Martin Luther
„Reisen ist nicht nur Sehen, sondern Verstehen.“
(Martin Luther)




