Ein Reformator auf Entdeckungstour

Gleich nach dem Schulgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche ging es für mich weiter in die benachbarte evangelische Kita Regenbogenland, die zum Verbund Windrose gehört. Dort wurde gesungen, gebetet, viel gelacht und sich bewegt – ein fröhliches Miteinander mit allen Kindern, inklusive der Nestelgruppe.
Pfarrerin Sara Schäfer, die mich mitgebracht hatte, stellte mich den Kindern als „ihren alten Kollegen“ vor. Da staunten einige nicht schlecht! Die Vorschulkinder erkannten natürlich sofort, dass ich eine Statue bin, aber sie waren sehr neugierig, warum es so eine Figur von einem Pfarrer gibt.
Beim Namen Martin dauerte es nicht lange, bis die Kinder fragten: „Hat das was mit Sankt Martin zu tun?“ – und tatsächlich: Ich bin nach Sankt Martin benannt worden, weil ich am Martinstag Geburtstag habe. So steht also bald mein Geburtstag an – und vielleicht gibt’s dann sogar einen Weckmann dazu.
Besonders schön war, wie aufmerksam und offen die Kinder waren. Sie sangen voller Begeisterung, hörten gespannt zu – und als ich später bemerkte, dass rund um mich herum überall Glitzer auf dem Boden funkelte, musste ich schmunzeln. Keine Ahnung, ob da jemand vorher Geburtstag gefeiert hatte – aber es sah aus, als hätte ich ein richtiges Glitzerbad genommen! Eine ganz neue, aber wunderbare Erfahrung.
Und seien wir doch mal ehrlich: So ein bisschen Glitzer im Alltag können wir doch alle gebrauchen. Ich glaube, da können wir wieder jede Menge von diesen kleinen Menschenkindern lernen, die uns in vielem voraus sind.
So leuchtend und lebendig sieht gelebter Glaube aus – mitten im Alltag, in fröhlichen Kinderstimmen, in Musik und Lachen.
Euer Martin Luther
Fortsetzung folgt…
„Kinder sind ein göttliches Geschenk, sie lehren uns Freude, Staunen und Vertrauen.“
(Martin Luther)